04.12.2019

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt

Pressestatement

Heute hat das Statistische Bundesamt Zahlen zur Entwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt zwischen 2008 und 2018 vorgestellt. Die Statistiker zeigen, dass die Bevölkerungszunahme vor allem in Städten und Ballungszentren zu einer angespannten Lage auf den dortigen Wohnungsmärkten geführt hat. Ausschlaggebend dafür waren Zuzug aus dem Ausland und Geburtenzuwachs. Die Nachfrage nach Wohnraum ist entsprechend gestiegen, während das Angebot hinterherhinkt. 2019 und 2020 müssten in Deutschland jeweils 342.000 neue Wohnungen gebaut werden, 2018 wurden aber nur 287.000 Wohnungen fertiggestellt. Aufgrund dieser Entwicklung hat sich in den letzten zehn Jahren der Bauüberhang – also die Zahl der genehmigten aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen – von 320.000 auf 693.000 Wohnungen mehr als verdoppelt.

Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest), erklärt dazu:

„Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass der Druck auf die Wohnungsmärkte in Städten auch in Hessen und Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren zugenommen hat. Was fehlt, sind dort vor allem bezahlbare Wohnungen. Wohnungen, wie sie gerade von den im VdW südwest vertretenen Wohnungsunternehmen angeboten werden. In Hessen und Rheinland-Pfalz liegen die Mieten unserer Unternehmen deutlich unter den Durchschnittsmieten. Damit kommt ihnen eine zentrale Rolle als Stabilisator auf dem Wohnungsmarkt zu, die es zu stärken gilt.“

„Die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt verdeutlichen nochmals, dass in den vergangenen Jahren zu wenig gebaut wurde. Die Lösung der gegenwärtigen Herausforderung kann deswegen auch nur der Bau neuer Wohnungen sein. Politische Regulierungen, die die Handlungsmöglichkeiten der Wohnungsunternehmen weiter einschränken, helfen uns nicht weiter. Es geht hier aber auch nicht um Bauen um jeden Preis. Dort wo der Bedarf besonders groß ist, brauchen wir ein Mehr an Wohnungen zu leistbaren Mieten für mittlere und niedrige Einkommen – Luxuswohnungen tragen nicht zur Entspannung bei. Hierfür müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Dies beginnt bei der öffentlichen Grundstücksvergabe – hier sollte das beste Konzept den Zuschlag bekommen und nicht der Meistbietende.“

Pressekontakt

Fee Kaiser
Referentin Verbandskommunikation, Pressesprecherin

Tel. 069 - 97065-301
Fax 069 - 97065-5300


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