06.03.2024

Baugenehmigungszahlen rapide im Sinkflug

Forderung nach Zinsverbilligung und weniger Bürokratie

Die Situation auf dem hessischen Wohnungsmarkt hat sich 2023 weiter signifikant verschlechtert. Laut statistischem Landesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen gegenüber 2022 um 24,2 Prozent gesunken. Der Rückgang aus dem Vorjahr (10 Prozent) wurde damit noch einmal um rund das Zweieinhalbfache verschärft – und das in einer Situation, in der hessenweit schon jetzt rund 80.000 Sozialwohnungen fehlen.

Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand VdW südwest, sagt: „Ohne Baugenehmigungen können auch keine neuen Wohnungen entstehen. Das Wohnungsangebot wird perspektivisch also immer knapper, dabei haben schon jetzt viele Menschen Probleme, eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Ein Gegensteuern sei deswegen dringender denn je erforderlich. Hier stehe die neue Landesregierung in der Pflicht, die im Koalitionsvertrag der Wohnungspolitik auch einen großen Stellenwert zugeschrieben habe. Tausendpfund stellt klar: „Wir brauchen einen Bauturbo, damit schnell zusätzliche Wohnungen geschaffen werden können. Dafür ist es unerlässlich, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die überbordende Bürokratie zu entschlacken. So lange wir im Paragrafennetz mit vielen unnötig kostentreibenden Normen gefangen sind, kann nicht genügend neuer Wohnraum entstehen.“

Da Gesetzesänderungen aber nur mittel- bis langfristig weiterhelfen, fordert Tausendpfund auch kurzfristige Unterstützung: „Unsere Unternehmen wollen bezahlbaren Neubau schaffen, das ist ihre DNA. Die Kombination aus hohen Baukosten und gestiegen Zinsen macht das momentan aber unmöglich. An den Baukosten kann das Land nichts ändern, sehr wohl aber bei den Zinsen entlasten. Wir brauchen neben der klassischen Wohnraumförderung für Menschen mit geringen Einkommen daher ein Zinsverbilligungsprogramm, damit auch schnell mehr bezahlbare Wohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen entstehen.“

Tausendpfund mahnt: „Wir dürfen keine Zeit verlieren. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und die Not vieler Menschen ist immens. Politik und Wirtschaft müssen alles dafür tun, dass alle Menschen ein Zuhause finden, das sie sich leisten können und in dem sie sicher und sorgenfrei leben können.

Pressekontakt

Jan Voosen
Abteilungsleiter Kommunikation, Pressesprecher

Tel. 069 - 97065-301

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