15.06.2021

Pressestatement zur Grundsteuerreform

Neues Grundsteuermodell für Hessen

Am gestrigen Montag stellte der Hessische Finanzminister Michael Boddenberg das neue Grundsteuermodell für Hessen vor. Damit will Hessen die Öffnungsklausel nutzen und zugunsten eines Flächen-Lage-Modells vom Bundesmodell abweichen.

Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest), erklären dazu:

„Mit dem Vorstoß des Hessischen Finanzministers wird Hessens Grundsteuer auf neue Beine gestellt. Der VdW südwest begrüßt, dass Hessen die Länderöffnungsklausel nutzt und ein vom ertragsorientierten Bundesmodell abweichendes Grundsteuermodell vorschlägt. Denn das Bundesmodell bedeutet deutlich mehr Bürokratie und führt dazu, dass am Ende die Grundsteuer für Wohnungsbestände steigt, deren Mieten unter den Durchschnittsmieten liegen.

Die Ergänzung um den Faktor Lage beim Flächenmodell, wie es der Hessische Grundsteuerentwurf nun vorsieht, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Damit soll gewährleistet werden, dass Gebäude in besonders guten Lagen höher besteuert werden als solche in mittleren oder einfachen Lagen. Jetzt kommt es auf die konkrete Umsetzung an. Die Grundsteuer muss in jedem Fall unbürokratisch sein und darf nicht zulasten von bezahlbaren Mieten, wie sie die Unternehmen des VdW südwest bieten, gehen. Geförderte Wohnungen und Wohnungen mit unterdurchschnittlichen Mieten müssen weniger Grundsteuer kosten als bisher. Alles andere würde das Ziel bezahlbaren Wohnraums konterkarieren.“

Pressekontakt

Matthias Berger
Politischer Referent Hessen und Rheinland-Pfalz,
Persönlicher Referent des Vorstands

Tel. 069 - 97065-300

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