17.02.2021

Rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft spricht sich für finanzielle Hilfen des Landes bei kommunalen Grundstückskäufen aus

Die rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft schlägt Ankaufshilfen des Landes für Kommunen vor.

Diese Ankaufshilfen sollen den Kommunen zur Verfügung stehen, wenn diese Bauland für bezahlbare Wohnungen erwerben. Insbesondere in Ballungsgebieten seien teure Grundstücke ein wesentlicher Faktor bei der Errichtung von Wohngebäuden geworden, was sich auch in der Höhe der Mieten niederschlage. Darauf verweisen der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen) und der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest), die in der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen (ARGE RLP) zusammenarbeiten. So sei der Preisindex für Bauland zwischen 2010 und 2018 um 61 Punkte gestiegen und damit wesentlich dynamischer als etwa der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum (10,6 Punkte).

„Die Bedingungen für bezahlbaren Wohnraum sind seitens des Landes insbesondere durch die Wohnraumförderkonditionen in den vergangenen Jahren schon stark verbessert worden“, sagt Thomas Will, Vorsitzender der ARGE RLP. Dies spiegele sich auch in den aktuellen Förderzahlen wider. In den vorgeschlagenen Grundstückankaufshilfen für Kommunen sieht er einen nächsten Schritt, um noch mehr sozialgeförderte Wohnungen in den sogenannten Schwarmstädten entstehen zu lassen. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, erläutert: „Auf teurem Bauland kann kein bezahlbarer Wohnraum entstehen. Bis zu einem Drittel der Gesamtkosten für die Errichtung von Wohngebäuden geht inzwischen auf den Kauf des Grundstücks zurück. Wer die Baulandfrage beantwortet, löst daher zu einem guten Teil das Problem bezahlbaren Wohnens in Städten wie Mainz, Trier, Ludwigshafen, Speyer und Landau.“

Dr. Axel Tausendpfund, Verbandsdirektor des VdW südwest, ergänzt: „Zugleich schlagen wir vor, dass sich das Land beim Bund dafür einsetzt, dass Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, die bezahlbaren oder geförderten Wohnraum schaffen, nur eine reduzierte Grunderwerbsteuer bezahlen müssen.“ Auch dies stellte einen guten Anreiz zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums dar.

Der Vorschlag einer aktiven Baulandpolitik ist Teil des Positionspapiers der rheinland-pfälzischen Wohnungswirtschaft zur Landtagswahl 2021. Es ist sowohl auf der Landtagswahlseite des VdW Rheinland-Westfalens als auch unter der Webseite des VdW südwest zu finden.

Pressekontakt

Matthias Berger
Politischer Referent Hessen und Rheinland-Pfalz,
Persönlicher Referent des Vorstands

Tel. 069 - 97065-300

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