Änderung der Landesbauordnung
Bauen mit Holz soll leichter werden

Holz
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06.07.2020 - Ende Mai 2020 hat der Ministerrat des Landes Rheinland-Pfalz einen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesbauordnung Rheinland-Pfalz im Grundsatz gebilligt. Mit der Anpassung der Landesbauordnung sollen bereits beschlossene bzw. in Vorbereitung befindliche Änderungen der sogenannten Musterbauordnung umgesetzt werden.

Die Änderungen der Landesbauordnung betreffen insbesondere Erleichterungen für das Bauen mit Holz, auf die sich die Bauminister der Länder in der letzten Bauministerkonferenz verständigt haben.


Zu ihrem Beschluss Ende September 2019 haben die Bauminister eine Resolution „Holzbau: nachhaltig und effizient“ verfasst. „Mit der Änderung der Musterbauordnung beschließt die Bauministerkonferenz erweiterte Regelungen zum Einsatz von Holz für Tragkonstruktionen und Außenwandbekleidungen in allen Gebäudeklassen bis zur Hochhausgrenze. Damit das Bauen mit Holz ausreichend sicher bleibt, wird die Bauministerkonferenz eine neue Holzbaurichtlinie veröffentlichen. Im Ergebnis werden dadurch zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für jede Bauaufgabe gute und sichere Lösungen zu realisieren. Durch die Ausweitung des Holzbaus werden auch das serielle, vorfabrizierte Bauen unterstützt und zusätzliche konstruktive und gestalterische Möglichkeiten eröffnet.“

Im rheinland-pfälzischen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesbauordnung wird auf die neue noch zu erarbeitende Holzbaurichtlinie verwiesen. Somit bleiben noch weitere Regelungen abzuwarten. Mit der Anpassung der Landesbauordnung soll unter bestimmten Voraussetzungen nun der Einsatz von Holzbauteilen bei höheren Gebäuden (insbesondere Geschosswohnungsbau) ermöglicht werden. Holz kann demnach als Baustoff für Gebäude bis zu einer Höhe von 22 Metern eingesetzt werden; bisher lag die Grenze bei 13 Metern.

Der rheinland-pfälzische Gesetzentwurf enthält zudem eine Reihe von Änderungen, um digitale Baugenehmigungsverfahren zu erleichtern. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der bauaufsichtlichen Verfahren sollen verbessert und damit die digitale Beantragung und Durchführung bauaufsichtlicher Verfahren gefördert werden. Auch werden die Rahmenbedingungen dafür so gestaltet, dass zukünftig eine ausschließliche elektronische Kommunikation erfolgen kann.

Das Beteiligungs- und Anhörungsverfahren zum Gesetzentwurf ist eingeleitet. Unter anderem haben der VdW Rheinland Westfalen und der VdW südwest die Gelegenheit genutzt, bis Anfang Juli 2020 eine Stellungnahme, auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen abzugeben.
Sinz, RoswitaIhre Ansprechpartnerin
Roswitha Sinz

ARGE rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen
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