Mehr bezahlbare Wohnungen entstehen nicht von allein. Es braucht Tempo bei der Förderung und den Mut zu einer schlankeren Landesbauordnung. Darum ging es am 16. September beim Parlamentarischen Abend der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Mainz mit dem rheinland-pfälzischen Bauminister Sven Teuber und zahlreichen Abgeordneten. Viele Vertreterinnen und Vertreter aus den Mitgliedsunternehmen waren zu Gast. Organisiert wurde der Abend vom VdW südwest in Kooperation mit dem VdW Rheinland Westfalen.
Dr. Axel Tausendpfund nannte die Aufstockung der Wohnraumförderung auf 350 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2025/2026 einen wichtigen Schritt, machte aber auch klar, wo es hakt: „Damit die Unternehmen zügig Bau- und Modernisierungsprojekte umsetzen können, benötigen sie frühzeitig Klarheit über ihre Förderanträge. Wenn sie, wie zuletzt, teilweise über anderthalb Jahre auf die Förderzusagen warten müssen, haben sie keinerlei Planungssicherheit.“ Die Folge: Projekte werden teurer oder kommen gar nicht erst zustande.
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Das müsse sich ändern, wie Thomas Bauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen und Vorstand der Bau AG Kaiserslautern, betonte. Er hob hervor: „Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft ist der Garant für bezahlbares Wohnen in Rheinland-Pfalz. Mit 6,58 Euro pro Quadratmeter liegt die Nettokaltmiete unserer Unternehmen und Genossenschaften deutlich unter dem Landesdurchschnitt.“ Damit das so bleibt, setzt er auf einen weiter engen und partnerschaftlichen Austausch mit der Politik: „Wir bringen unsere Expertise jederzeit gerne ein.“
Worum es jetzt geht? Förderverfahren beschleunigen, Bauordnung konsequent weiterentwickeln und Bereitschaft zu Reformen. Oder wie es Minister Teuber nannte: Disruptives Denken muss erlaubt sein.
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