Novellierung der Hessischen Bauordnung

HBOVdW südwest fordert Verzicht auf Neuregelungen, die zu Kostensteigerungen führen

 

Die Hessische Landesregierung hat nun­mehr die bereits im Ko­a­li­tions­ver­trag angekündigte grund­le­gen­de No­vel­lie­rung der Hes­si­schen Bau­ord­nung (HBO) an­ge­sto­ßen. Als Vorlage hierfür diente der Landesregierung in vie­len Punk­ten die aktuelle Musterbauordnung (MBO). Als Schwerpunkte der geplanten Novelle sind im Regierungsentwurf in der Fas­sung vom 15. Mai Er­leich­te­run­gen bei der Umwandlung von Wohn- in Bü­ro­raum zur Schaffung bezahlbaren Wohn­raums, Erleichterungen bei der Er­rich­tung von Gebäuden in Holz­bau­wei­se, Er­leich­te­run­gen der Be­din­gun­gen für den Rad­ver­kehr, die Verbesserung des barrierefreien Bauens, die Um­set­zung der EU-Bau­pro­duk­ten­vervord­nung so­wie die Di­gi­ta­li­sie­rung des Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens be­zeich­net.

Der VdW hat in der schriftlichen Stellungnahme der AWI-Hessen im Rahmen des formalen An­hö­rungs­ver­fah­rens sein Hauptaugenmerk darauf gelegt, dass die gesetzlichen Neuregelungen nicht zu weiteren Kos­ten­stei­ge­run­gen bei der Errichtung neuen Wohnraums führen und dies auch unmissverständlich ein­ge­for­dert. Auch wenn der VdW südwest einzelne geplante Er­leich­te­run­gen, so beispielsweise die Einführung des elek­tro­ni­schen Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens, die Lockerung der Abstandsflächenregelungen, geplante Er­leich­te­run­gen bei Aufzügen und Stellplätzen für den Fall der Aufstockung von Gebäuden sowie die deutlich wei­ter­ge­hen­de Implementierung der Holzbauweise begrüßt, sieht der VdW südwest insbesondere diejenigen Re­ge­lun­gen, die über die Anforderungen der MBO hinausgehen, als sehr kritisch an. Dies gilt für besonders ho­he Vor­ga­ben an Umwehrungen, Brüstungen und Geländer hinsichtlich der Übersteighöhe, die Streichung von Aus­nah­me­tat­be­stän­den bei Aufzügen und Barrierefreiheit sowie die neu vorgesehene Schwel­len­lo­sig­keit bei Frei­sit­zen und Ab­stell­räu­men.

 

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