Schorfheideviertel Berlin

Schorfheideviertel

Wohnumfeld nach Wunsch: eine Heide in Berlin

 

Marzahn Nord-West – und damit auch das Schorfheideviertel – gehört seit 2002 zu den Stadtumbaugebieten in Berlin. Als Folge der Stadtumbaumaßnahmen befürchteten die Bewohner des Quartiers zunächst einschneidende Veränderungen für ihr Leben. Die Unklarheit über die Zukunft des Quartiers und die Sorge um den drohenden Abriss prägten daher die Stimmung. Die möglichen Konsequenzen für den Einzelnen reichten vom Verlust der eigenen Wohnung und damit einem Stück Heimat bis hin zur Furcht, zukünftig in einem Stadtteil zu leben, dem eine ungewisse Zukunft bevorsteht, mit denkbaren Folgen von Verwahrlosung bis zu steigender Kriminalität.
Anfang 2006 zeigte sich zudem, dass ein Teilrückbau der Häuser wie im Pilotprojekt „Ahrensfelder Terrassen“ bei dieser Maßnahme nicht realisiert werden konnte. Bis Ende 2008 mussten daher im Rahmen des Projektes Stadtumbau Ost in Marzahn Nord-West insgesamt 1.223 Wohnungen zurückgebaut werden, davon 262 im Schorfheideviertel. Vor diesem Hintergrund war es geboten, die Menschen vor Ort in die Planungen zur Zukunft ihres Schorfheideviertels intensiv einzubeziehen. In einem vom Bezirk Marzahn- Hellersdorf, dem Quartiersmanagement und der degewo AG initiierten und von gruppe F Landschaftsarchitekten und TS Redaktion durchgeführten, umfangreichen Beteiligungsverfahren nach der so genannten Charrette-Methode wurden daraufhin mehr als 200 interessierte Bürger und Anwohner, sowohl Erwachsene wie auch Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Initiativen und Institutionen in die Planungen zur Umgestaltung des Schorfheideviertels eingebunden. Das Besondere des Charrette-Verfahrens: Es ist konsequent öffentlich. Unmittelbar am Planungsort können Interessierte jederzeit an der Charrette teilnehmen, selbst planen, ihre Wünsche äußern oder sich über den Stand der Planung informieren.

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