Trotz schwieriger Rahmenbedingungen entstehen in Hessen und Rheinland-Pfalz auch aktuell noch bezahlbare und klimafreundliche Wohnungen. Das beweisen beispielhaft sechs Projekte von Mitgliedsunternehmen des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest). Bei der Sommerfachreise des Verbands machte die Delegation um Axel Gedaschko (Präsident des GdW Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) und Dr. Axel Tausendpfund (Vorstand VdW südwest) Halt in Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Speyer.
Axel Gedaschko sagt: „Die Projekte der Wohnungsunternehmen im Südwesten zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Verantwortung, Innovationskraft und Beharrlichkeit die sozial orientierte Wohnungswirtschaft bezahlbare und zukunftsfähige Quartiere schafft. Ob Neubau, Modernisierung oder die Umnutzung bestehender Gebäude: Hier entstehen konkrete Lösungen für Klimaschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und lebenswerte Städte. Gleichzeitig wird vor Ort deutlich, dass engagierte Unternehmen allein die Wohnungsbaukrise nicht lösen können. Damit solche Projekte künftig wieder in größerer Zahl möglich werden, müssen Bund, Länder und Kommunen für verlässliche Förderung, weniger Bürokratie und deutlich niedrigere Baukosten sorgen. Bauen muss endlich wieder schneller, einfacher und bezahlbarer werden.“
Dr. Axel Tausendpfund unterstützt den Appell: „Alle Hebel müssen in Bewegung gesetzt werden, die Engpässe auf den Wohnungsmärkten zu beheben. Das nicht ausreichende Wohnungsangebot ist auch eine massive Job- und Wirtschaftsbremse. Wenn es nicht genügend bezahlbare Wohnungen gibt, kann es auch nicht gelingen, Arbeitskräfte zu gewinnen.“ Explodierende Baukosten, steigende Zinsen und überbordende Bürokratie sorgten dafür, dass Bauen und Modernisieren kaum noch bezahlbar sei. Deswegen gehe die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter auseinander. „Umso erfreulicher ist es, dass unsere Mitgliedsunternehmen trotz der schwierigen Situation Verantwortung übernehmen. Sie bieten guten, bezahlbaren Wohnraum, tragen mit modernen Quartieren zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei und unterstützen den Klimaschutz. Und das Wichtigste: Sie geben Menschen damit ein Zuhause. Ein Zuhause, das sie sich leisten können und in dem sie sicher, nachhaltig und selbstbestimmt leben können.“
Stationen der Sommerfachreise
Die Delegation besichtigt zuerst das Ludwigshöhviertel in Darmstadt, wo die bauverein AG auf einer ehemaligen Militärfläche 1.400 Wohnungen für rund 3.100 Menschen errichtet. Besonderer Wert wird auf soziale Durchmischung gelegt. Alle Gebäude erfüllen zudem den energieeffizienten KfW-40-Standard.
Im Anschluss geht es nach Mainz, wo in der Großen Langgasse ein sechsgeschossiger Wohn- und Gebäudekomplex mit einem öffentlichen Platz entsteht. Die Wohnbau Mainz plant dort 44 Wohnungen in Kombination mit zwei bis vier Läden und einem gastronomischen Angebot.
Die dritte Station der Reise führt die Delegation zum Schönau Quartier in Wiesbaden. Dort entwickelt die GWW Wiesbaden seit 2018 ein Quartier mit 265 Mietwohnungen. Es bietet verschiedene Wohnungsgrößen für unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, Senioren und Wohngruppen.
Drei weitere Stopps finden dann in Speyer statt:
Neben dem Kirchengebäude St. Otto entstehen unter Federführung der GEWO Speyer drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen. Dank klimafreundlicher Bauweise wird neben der Schaffung bezahlbarer Wohnungen ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Das Projekt Seppelskasten der GSW Speyer wurde von 2019 bis 2024 umgesetzt und verwandelte einen ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage. Begrünte Dächer, zusätzliche Grünflächen und eine Photovoltaikanlage tragen zur Nachhaltigkeit bei.
Die GBS Speyer hat im Langensteinweg ein Mehrgenerationenhaus mit 13 Wohnungen, einem Gemeinschaftshaus und einer Gewerbeeinheit für den GBS-Nachbarschaftsverein realisiert. Dort leben Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenssituationen zusammen. Der Fokus liegt auf dem sozialen Miteinander.
Details zu den Projekten der Sommerfachreise finden Sie im Flyer.
