
Ein Blick nach Marburg und Offenbach. Dort setzen zwei Mitgliedsunternehmen in aktuellen Projekten auf die Vorteile des Seriellen Sanierens.
Projekt gewobau Marburg Mit dem Anspruch, sozialen Klimaschutz konkret und bezahlbar umzusetzen, verfolgt die gewobau Marburg konsequent ihren Klimafahrplan weiter. Ziel ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus bezahlbaren Mieten, hoher Wohnqualität und technischer Energieeffizienz im Bestand. Ein zentrales Vorhaben dabei: das Pilotprojekt I am „Alten Kirchhainer Weg“.
Die Wohngebäude aus den Jahren 1955 und 1956 werden im Rahmen des Projekts umfassend modernisiert.
Insgesamt 18 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 1.074 Quadratmetern sollen künftig dem Effizienzhausstandard EH 55 entsprechen. Kern der Maßnahme ist der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die durch eine neu zu errichtende Trafostation versorgt wird. Zusätzliche Maßnahmen wie neue Balkone und erweiterte Wohnflächen verbessern die Wohnqualität.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,16 Millionen Euro. Bemerkenswert: Die Mieten steigen dabei um lediglich 1,00 Euro pro Quadratmeter auf die bisherigen Durchschnittsmieten von 6,55 Euro pro Quadratmeter bzw. Euro pro Quadratmeter. Ausführendes Unternehmen ist die Firma B&O. Die Bauarbeiten laufen seit Dezember 2024 und sollen bis Ende August 2025 abgeschlossen sein.
Das Pilotprojekt I ist Teil eines übergeordneten Modernisierungsprogramms mit seriellem Ansatz. Damit will die gewobau Marburg die Geschwindigkeit der CO2-Reduktion im Bestand deutlich erhöhen.
Weitere Pilotprojekte am „Schenkendorfweg“ mit der Firma Renowate und „In der Badestube“ befinden sich bereits in Umsetzung oder Planung Die abschließende Diskussion hat gezeigt: Die technischen Lösungen sind alle am Markt vorhanden, aber der Prozess der Heizungsmodernisierung ist deutlich komplexer und reicher an Schnittstellen geworden. Hier liegt noch deutliches Optimierungspotenzial. Um dies zu nutzen, ist eine enge Verzahnung und das Teamplay aller Akteure am Markt unverzichtbar.
Vielen Dank an Stephan Rinn (FV SHK Hessen) für die Mitorganisation des gemeinsamen Rundgangs und den guten Dialog!
Projekt GBO Offenbach
Im Offenbacher Quartier rund um die Richard-Wagner-, Franz-Liszt- und Weikertsblochstraße hat Anfang 2025 ein groß angelegtes Modernisierungsvorhaben begonnen: Sieben Mehrfamilienhäuser aus den 1950er-Jahren werden energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Durch den Ausbau der Dachgeschosse entstehen 14 zusätzliche Wohnungen. Insgesamt investiert die GBO rund 10 Millionen Euro in das Projekt.
Gefördert wurde über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (KfW 55) und den Bonus serielles Sanieren.
Neben der neuen, energieeffizienten Gebäudehülle werden alle Häuser an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Miete wird im Gegenzug um durchschnittlich 2,40 Euro pro Quadratmeter angepasst – sozial verträglich und dauerhaft wirtschaftlich.
Die Umsetzung übernimmt auch hier die B&O-Gruppe. Vor vier Jahren wurde auf dem Gelände die alten Garagen abgerissen. Auf den freigewordenen Flächen wurde mit zwei Holzhybridhäuser in Modulbauweise nachverdichtet.





