
Das Ziel Klimaneutralität ist für die Wohnungsunternehmen, die Mitglied in der Initiative Wohnen.2050 sind, gesetzt oder wie Axel Gedaschko einleitete: „Hier sitzen die, die wollen!“. Nachdem die letzten Jahre vor allem zielführende Strategien im Fokus standen, richtet sich das Hauptaugenmerk zunehmend auf die Finanzierung. Das Motto des 5. Fachkongresses lautete folgerichtig: „Klimaneutralität! Finanzierung? Die Wohnungsunternehmen sind auf dem Weg. Auskömmliche Finanzmittel sind nicht in Sicht.“
Austausch mit Politik
Den Auftakt und Rahmen setzte der Austausch mit der Politik zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen. Eine Besonderheit des Fachkongresses besteht darin, dass die Politik durch die Arbeitsebene (Abteilungsleiter der Ministerien) vertreten wird, die im Rahmen von Fragerunden in einen engen Austausch mit der wohnungswirtschaftlichen Praxis gebracht wird. Lebendiges Networking mit Entscheiderinnen und Gestaltern aus Politik, Praxis und Wissenschaft prägte die Veranstaltung ebenso wie spannende Diskussionsrunden auf Augenhöhe und vertiefende Einblicke mit breit gefächerten Themen – unter anderem von der Wärmewende, zu ESG, CSRD, CO2-Reduktion oder Finanzierung.
Die Devise: Gemeinsam realistische und wirtschaftlich tragfähige Lösungsansätze zur Klimaneutralität finden, fokussiert und entschlossen handeln.
Anregungen zum richtigen Handeln lieferten zum Beispiel ein Modellprojekt der GGH Heidelberg mit dem Ergebnis, dass reduzierte Dämmungsvarianten in Bezug auf eingesparte Tonnen CO2 gegenüber Vollsanierungen auf EH55 deutlich im Vorteil seien. Anregungen lieferten auch Vorträge zur Digitalisierung von Heizungskellern im großen Maßstab, die sich durchgängig als vorteilhaft in Bezug auf den Energieverbrauch auswirkten.
Deutlich wurde: Der Weg zur Klimaneutralität ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es braucht praktikable Regulierung, Planungssicherheit und eine klare Kosten-Nutzen-Strategie, um Klimaschutz wirtschaftlich umsetzbar zu machen.

