Zum 1. Juli startet das neue KfW-Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“, das den
Umbau leerstehender Gewerbeimmobilien zu Wohnraum unterstützt. Der Verband der
Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) begrüßt das Programm als
wichtigen Impuls, um vorhandene Flächen besser zu nutzen und den Wohnungsmarkt zu
entlasten.
„Angesichts des enormen Mangels an Wohnraum ist jede Maßnahme sinnvoll, die
zusätzlichen Wohnraum schafft“, sagt Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest.
„Das neue Förderprogramm setzt an einer wichtigen Stelle an, denn dauerhaft
leerstehende Gewerbeimmobilien bieten großes Potenzial für neue Wohnungen.“
Positiv bewertet der Verband insbesondere die Ausgestaltung als Zuschussprogramm.
Vor dem Hintergrund weiterhin hoher Baupreise helfe dies, entsprechende Projekte
schneller wirtschaftlich tragfähig zu machen. Technisch und genehmigungsseitig blieben
die Umbauten gleichwohl komplex und anspruchsvoll.
Vor allem in den Ballungsräumen sollten nun geeignete Objekte gezielt identifiziert
werden. „Gerade dort sind freie Flächen für den Wohnungsbau knapp. Die Umnutzung
nicht mehr benötigter Gewerbeimmobilien kann deshalb einen wichtigen Beitrag leisten,
um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, so Tausendpfund.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, funktionierende Gewerbestandorte aufzugeben.
„Aber wo langfristig kein gewerblicher Bedarf mehr besteht, sollte die Umwandlung in
Wohnraum erleichtert werden. Das neue Förderprogramm schafft dafür einen wichtigen
Anreiz und ist ein sinnvoller Baustein, um das Wohnungsangebot zu erweitern“, betont
Tausendpfund.
Gewerbe und Wohnen zusammenzudenken sei zudem ein wichtiger Aspekt für die
Gestaltung lebendiger Innenstädte. Für dieses Ziel engagiert sich der VdW südwest in
Hessen im „Bündnis für die Innenstadt“, das vom Hessischen Wirtschaftsministerium
2020 ins Leben gerufen wurde. Von dem Förderprogramm könnten auch die Innenstädte
profitieren, so Tausendpfund.
