2. Juni 2026

Wohnungsbau-Turbo: gezündet oder schon verpufft?

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Diese Frage stand am Montag im Mittelpunkt des Wohnungswirtschaftskongresses „Metropolregion FrankfurtRheinMain baut!“ mit knapp 300 Teilnehmenden aus Wohnungswirtschaft, Immobilienbranche, Politik und Verwaltung. Zu den prominenten Referenten zählten unter anderem Sören Bartol (Staatssekretär im Bundesbauministerium) und Karen Pein (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen der Stadt Hamburg).

Die Diskussion zeigte: Der Wohnungsbau-Turbo wird als wichtiger Schritt gesehen – doch auf den Baustellen ist davon bislang noch zu wenig spürbar. Die aktuellen Fertigstellungszahlen sprechen eine klare Sprache.

VdW südwest-Vorstand Dr. Axel Tausendpfund hob hervor, dass der Bau-Turbo zwar ein schnelleres Bauen ermögliche, wenn die Kommunen mitziehen – aber das Wirtschaftlichkeitsdilemma des Wohnungsbaus werde er allein auch nicht lösen. Deswegen müsse es gelingen, die Baukosten durch eine radikale Reduzierung nicht-sicherheitsrelevanter Standards zu senken. Es brauche zudem eine schnelle Umsetzung des Gebäudetyp E sowie die angekündigte „Fast Lane“ mit einem echten Abwägungsvorrang für den Wohnungsbau. Und nicht zuletzt: einen Kulturwandel, der sich in erster Linie an Ermöglichung und nicht an Bewahrung orientiert.

Einen innovativen Ansatz präsentierte Stefan Bürger, Vorsitzender der Geschäftsführung der GWH Wohnungsgesellschaft. Er stellte das Hessenhaus vor, ein Neubaukonzept, mit dem der Wohnungsbau in Hessen vorangetrieben werden soll. Bürger zeigte auf, wie damit das Bauen gut und trotzdem günstiger gelingt.

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Matthias Berger
Abteilungsleiter Politik, Klimaschutz, Technik und Digitalisierung, Persönlicher Referent des Vorstands

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