„Wir sorgen auch künftig für bezahlbare Mieten in Viernheim“
Baugenossenschaft Viernheim e. G. übergibt Kodex für fairesMi(e)teinander beim Wohnen

Viernheim Kodex17. September 2020 - Bürgermeister Mathias Baaß und Erster Stadtrat Bastian Kempf: „Eine gute Nachricht für viele Mieterinnen und Mieter in Viernheim“.

Mit einem starken Signal für preiswertes, soziales und klimafreundliches Wohnen meldet sich die Baugenossenschaft Viernheim als Mitglied des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) zu Wort.

„Wir haben einen Kodex beschlossen, der einer Million Menschen die Sicherheit bietet, bis ins hohe Alter sorglos bei unseren Mitgliedern zur Miete wohnen zu können,“ betonte Verbandsvorstand Dr. Axel Tausendpfund. Die Baugenossenschaft Viernheim ist seit Anfang Unterzeichner des Kodex.

Soziales Engagement und Verzicht auf Luxussanierungen
In dem Kodex garantiert die Baugenossenschaft nicht nur bezahlbares Wohnen. Sie zeichnet sich auch durch den Bau geförderter und seniorengerechter Neubauwohnungen und soziales Engagement in Wohnquartieren aus. Sie modernisiert sozialverträglich, schließt Luxussanierungen sowie Kündigungen wegen Eigenbedarfs und Spekulation mit Leerstand aus.

„Solchen Werten fühlt sich unsere Baugenossenschaft schon immer verpflichtet betont der Vorstand der Baugenossenschaft. Außerdem wollen wir mit der Unterzeichnung des Kodex für faires Wohnen Standards setzen, auf die sich unsere Mieter verlassen können“.

Mit ihrem Selbstverständnis als faire und verantwortungsvolle Vermieter haben sich die unterzeichnenden Wohnungsunternehmen auch darauf verständigt, freiwillig über gesetzliche Vorgaben zum Schutz der Mieter hinaus zu gehen“. So liegt die Durchschnittsmiete der vdw Mitglieder in Hessen mit 6,39 Euro pro Quadratmeter deutlich unter den Werten vieler Mietspiegel. Die Baugenossenschaft Viernheim mit durchschnittlich 5,46 Euro pro Quadratmeter unterbietet diesen Wert sogar deutlich.

"Unser Unternehmen bietet damit auch jenen Menschen ein sicheres Zuhause, die es auf dem freien Markt schwer haben, eine Wohnung zu finden. Die Kaltmieten der Bestandsmieter wurden seit acht Jahren nicht erhöht. Wir haben nach dem Ablauf von Förderungen und Mietpreisbindungen des sozialen Wohnungsbaus in den letzten Jahren sogar auf Mietanpassungen verzichtet, obwohl den Mieten keine öffentlichen Fördermittel mehr entgegenstanden. Viele Mieter ehemaliger Sozialwohnungen profitieren noch heute von den geringen Mieten aus der Zeit der ehemaligen Förderungen", so der Vorstand der Baugenossenschaft.

Mieterhöhungen nach einer Modernisierung haben wir weit unter den gesetzlichen Grenzen vorgenommen und meist nur in Höhe ersparter Heizkosten. „Das macht uns in der Branche so schnell keiner nach“, stellte der Vorstand der Baugenossenschaft klar.

„Diese Entscheidungen haben wir schon weit vor der Corona-Krise getroffen. Mit unseren weitreichenden Maßnahmen in den Krisenmonaten, wie zum Beispiel Mietstundungen und Vereinbarungen zur Zahlung der Miete in Raten haben wir gezeigt, dass wir soziales Handeln ernst nehmen. Wir sind mit unseren Hilfen für unsere betroffenen Mieter sogar über die bereits abgelaufenen gesetzlichen Schutzmechanismen hinausgegangen, da die Auswirkungen der Pandemie ja nicht zum 30. Juni 2020 endeten."

Klimaschutz nicht zulasten von Mieterschutz
Die im VdW südwest vertretenen Wohnungsunternehmen bekennen sich außerdem zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und streben bis 2050 einen weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand an. Seit Jahren investiert die Wohnungswirtschaft hohe Summen, um den Wohnungsbestand energetisch zu sanieren und so den CO2-Ausstoß nachhaltig zu verringern. Dieser Weg werde konsequent weitergegangen. „Allein im Gebäudesektor sind in Hessen und Rheinland-Pfalz bis 2050 zusätzliche Investitionen in Höhe von 54 Milliarden Euro nötig. Dies sei ein gewaltiges Konjunkturprogramm, von dem die ganze Gesellschaft profitiere,“ so Tausendpfund. Damit Wohnen bezahlbar bleibt, dürfe die Politik Mieter und Vermieter mit dieser Aufgabe aber nicht allein lassen. Die finanzielle Unterstützung von Bund, Land und Kommunen müsse daher verbessert werden.

Die Vorstände der Baugenossenschaft Harald Weik, Reinhard Hölscher und Rolf Sax übergaben den Kodex an die Hauptamtlichen Wahlbeamten der Stadt Viernheim. Bürgermeister Mathias Baaß und der Erste Stadtrat Bastian Kempf waren sich einig: „Bezahlbarer Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit. Die Stadt Viernheim nutzt dazu alle ihre Möglichkeiten. Für den Ankauf von Belegungsrechten stehen aktuell 550.000 Euro zur Verfügung. Auch das Anmieten von leerstehendem Wohnraum („Vermiete doch an die Stadt!“) hilft.

Wir freuen uns deshalb über dieses klare Signal für eine gesellschaftlich verantwortliche Geschäftspolitik“, so die Stadtspitze unisono.

Im Verband der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft sind rund 200 genossenschaftliche, kommunale, öffentliche, kirchliche und private Wohnungsunternehmen in Hessen und Rheinland-Pfalz organisiert. Mit 400.000 Wohnungen geben sie rund einer Million Menschen ein bezahlbares und lebenswertes Zuhause. „Mit unserem Kodex zeigen wir, wofür wir stehen: Moderne, sichere Wohnungen zu günstigen Mieten gerade auch für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen“, erklärte Tausendpfund. Wohnen sei eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Das habe sich gerade in der Corona-Krise gezeigt. „Viele Menschen sind in Kurzarbeit und sorgen sich um ihre Zukunft. Da ist es gut zu wissen, dass die Wohnung sicher ist.“

Pressekontakt:
Baugenossenschaft Viernheim eG
Vorstand Herr Rolf Sax
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