Jahresbericht 2019/2020 ist da
Ein ereignisreiches und spannendes Jahr für den VdW südwest


Vorstand VdW südwestLiebe Leserinnen und Leser,

Das zurückliegende Jahr wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Es war geprägt von Ambitionen beim Klimaschutz, der Corona-Krise, der Digitalisierung. Besonderer Höhepunkt war die Veröffentlichung des Kodex der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft. Es ist der erste Kodex der Immobilienwirtschaft bundesweit, der die Leitlinien des Handelns der Wohnungsunternehmen festlegt und Mietern schwarz auf weiß zeigt, worauf sie sich verlassen können. Der Kodex ist ein Meilenstein für den VdW südwest.

Infolge der Corona-Krise machen sich viele Menschen Sorgen um ihr Zuhause. Mit den freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Mieter sind unsere Unternehmen mit gutem Beispiel vorangegangen. Kein Mieter soll wegen der Krise seine Wohnung verlieren, denn „gut und sicher wohnen“ gilt auch und gerade in Krisenzeiten. Der Kodex sendet ein starkes Signal für preiswertes, soziales und klimafreundliches Wohnen und trifft in der Krise den Nerv der Zeit. Trotz politischer Bemühungen, wie der Verbesserung der Wohnraumförderung, bleibt bezahlbares Wohnen eines der wichtigsten gesellschaftlichen und sozialpolitischen Themen.

Die Corona-Krise hat unsere Arbeitswelt verändert. Es wurde auf mobiles Arbeiten umgestellt, neue Kommunikationstechnologien wurden eingeführt und Besprechungen digital durchgeführt. Der Verband war mit dem neuen Referat für Digitalisierung für diese Situation bestens gerüstet. Auch der Prüfungsbereich hat die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Neben der neuen Prüfungssoftware Audit Template wird seit Januar 2020 die CaseWare Cloud eingesetzt. Und die Steuerabteilung erstellt die Steuererklärungen für ihre Mandanten jetzt digital.

Beim Klimaschutz bleibt abzuwarten, wie es angesichts von Milliarden-Hilfen während der Corona-Krise weitergeht. Um die Klimaziele zu erreichen, sind jährlich bis zu 14 Milliarden Euro Zuschüsse allein für den Gebäudesektor nötig. Mieter und Vermieter können diese Summen nicht alleine stemmen, wenn Wohnen bezahlbar bleiben soll. Der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und bezahlbarem Wohnen kann nur mit mehr finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand aufgelöst werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Axel Tausendpfund und Claudia Brünnler-Grötsch
Jahresbericht 2019/2020