Präventionskampagne „Sicheres Hessen“

„Einbrechern einen Riegel vorschieben“

 

Der hessische Innenminister Boris Rhein hat im September 2012 eine positive Zwischenbilanz der Kampagne „Sicheres Hessen – Einbrechern einen Riegel vorschieben“ gezogen. Seit dem Start der Kampagne im Juni 2012 wurden 128 weniger Wohnungseinbrüche als im Vorjahreszeitraum begangen. Den Rückgang bei der Zahl der Wohnungseinbrüche wertete der Innenminister als Resultat der vielfältigen polizeilichen Maßnahmen, wie die Kombination aus Fahndungstagen und intensiver Präventionsarbeit. Um Einbrechern auf die Spur zu kommen, sei die Polizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wer verdächtige Beobachtungen in der Nachbarschaft mache, solle sich nicht in Gefahr begeben, sondern möglichst schnell die Polizei informieren. Zudem erklärte der Innenminister, dass sich jeder einzelne noch besser schützen könne, indem er zum Beispiel die Sicherung der eigenen Wohnung verstärke. Dank der „Sicherheitsstrategie 2014“ seien derzeit zusätzlich bis zu 100 Beamte auf hessischen Straßen unterwegs.
SPD und Grüne bewerteten den Erfolg der Kampagne zurückhaltend. In einer Landtagsdebatte zum Thema wurde gefordert, dass ein stärkerer Schwerpunkt auf präventiven Maßnahmen und der Information der Bürger liegen müsse. Die Grünen führten an, dass Hessen mit 165 Wohnungseinbrüchen auf 100.000 Einwohner auf Platz vier unter den 13 deutschen Flächenstaaten liege. Der Bundesdurchschnitt liege dagegen bei 148 Einbrüchen auf 100.000 Einwohner. Die SPD wies zudem auf die erheblichen Steigerungsraten bei Wohnungseinbrüchen seit dem Jahr 2007 hin.