Sechster Konjunkturbericht der AWI-Hessen

Den Vermietern bleibt immer weniger von der Miete

AWI

Am 11. Juni 2014 präsentierte die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungs- und Immobilienverbände Hessen in Frankfurt bereits zum sechsten Mal ihren jährlichen Konjunkturbericht.

 

„Die Diskrepanz zwischen Mieteinnahmen und den tatsächlich zu tragenden Kosten wird für Wohnungsunternehmen immer größer“, erklärte Dr. Rudolf Ridinger, Verbandsdirektor des VdW südwest und Sprecher der AWI-Hessen. „Bei den Bau- und Modernisierungskosten beobachten wir schon seit Jahren stärker steigende Preise als bei den Lebenshaltungskosten. Die Durchschnittsmieten bewegen sich aber immer noch unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.“
Damit bleibe den Vermietern letztlich immer weniger von der Miete. Wie in dieser angespannten Situation Vorhaben wie eine abgesenkte Kappungsgrenze oder die geplante Mietpreisbremse helfen sollten, war den Experten schleierhaft.

 

Drei Preistreiber für die Wohnkosten
Der Blick auf die Konjunkturdaten der hessischen Wohnungs- und Immobilienverbände offenbarte unter anderem die drei stärksten „Kostentreiber“ bei den Wohnkosten. Auf Platz eins: die Haushaltsenergie. Sie verteuerte sich in Hessen seit 2010 um 20 Prozent.
Preistreiber Nummer zwei aus Sicht der wohnungswirtschaftlichen Verbände: die öffentliche Hand, die vor allem die steuerliche Belastung in die Höhe treibe. So hätten die hessischen Kommunen seit 2010 die Grundsteuer B um durchschnittlich knapp neun Prozent angehoben.Gleichzeitig erhöhte das Land die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf fünf Prozent.

Auch Kostentreiber Nummer drei, die Baukosten, hingen von den öffentlichen Vorgaben ab, beispielsweise im Bereich des energetischen Bauens. Seit 2010 seien die Baukosten in Hessen um sechs Prozent gestiegen, die Neubaupreise für Wohnungen in den letzten zehn Jahren sogar um 22 Prozent.

 

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