Kongress „FrankfurtRheinMain baut!“ am 8. Juni 2017

KongressNadelöhr Grundstücke: Soforthilfe durch Nachverdichtung

 

Mit großem Erfolg fand am 8. Juni in Hanau der zweite Regionalkongress der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, „FrankfurtRheinMain baut!“, statt. Mehr als 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verbänden waren der Ein­la­dung von VdW südwest, Regionalverband FrankfurtRheinMain und BFW Hessen gefolgt. Gemeinsam er­ar­bei­te­ten sie an diesem Tag Lösungswege, um das „Nadelöhr Grundstücke“ zu überwinden. Erstmalig prä­sen­tier­ten Ak­teu­re der Immobilienwirtschaft in einer Begleitausstellung konkrete Projekte und Be­ra­tungs­mög­lich­kei­ten. Die drei Ver­an­stal­ter waren sich darin einig, dass das Konzept einer regionalen Kon­gress­mes­se auf frucht­ba­ren Bo­den ge­fal­len ist.

 

Apropos Boden. Ein – wenngleich nicht kurzfristig wirksamer – Vorschlag war die Bodenbevorratung durch Kommunen. Wenn Städte und Gemeinden mehr Baugrundstücke erwerben, dann können sie stärkeren Einfluss auf die Marktpreise und das Tempo des Wohnungsbaus nehmen. Ein zweiter Vorschlag setzte bei den Planungs- und Ge­neh­mi­gungs­pro­zes­sen an. Personalmangel und unstrukturierte Prozessabläufe sorgten für überlange Ge­neh­mi­gungs­pro­zes­se und damit stei­gen­de Baukosten. Am Beispiel Bayern zeigte Dr. Heike Piasecki von bulwiengesa, wel­che dra­ma­ti­schen Fol­gen das hat.

Dr. Jos Gadet, zuständig für Raumplanung und Ökonomie in der Stadt Amsterdam, erläuterte eindrucksvoll die Ent­wick­lung des „Schleusenviertels“ zu einem neuen Wohngebiet. Ungewohnt für Amsterdam sind die Pläne, dort auch Hoch­häu­ser zu bauen. Im Rahmen der Amsterdamer Entwicklung spielen verschiedene Elemente wie die An­zie­hungs­kraft für in­no­va­ti­ve Bevölkerungsgruppen, die Qualität öffentlicher Räume, kompaktes Bauen, kos­ten­güns­ti­ge Woh­nun­gen, mo­der­ne In­fra­struk­tur, Fahrradgerechtigkeit, U-Bahnen und Brücken eine besondere Rolle.

 

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