
Verband der Südwestdeutschen
Wohnungswirtschaft e.V.
Herbstkonferenz 2011 der AWI-Hessen
Wie wirksam sind Zertifizierungen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft?
Die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungs- und Immobilienverbände in Hessen (AWI-Hessen) hat sich in ihrer Herbstkonferenz am 15. November mit dem Thema „Zertifizierung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft“ befasst. Rund 50 Teilnehmer aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft waren in Frankfurt zusammengekommen, um sich anhand von Fachvorträgen unter anderem über die unterschiedlichen Aspekte und Kriterien sowie die grundsätzliche Wirksamkeit von Zertifizierungssystemen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu informieren.
Güte- und Prüfsiegel, Auditierungen und Qualitätsmanagement - in vielen Wirtschaftsbereichen werden durch Zertifizierungen zunehmend Prozesse, Produkte und Dienstleistungen mess- und kommunizierbar gemacht. Im Gebäudebereich haben sich Labels und Zertifikate mit Standards und Messgrößen für bauliche Qualitäten bereits etabliert und auch im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft drängen mehr und mehr Zertifizierungssysteme auf den Markt. Zertifizierungssysteme, in denen ganze Wohnungsunternehmen, einzelne Wohngebäude und ganze Wohnquartiere bewertet werden und die bereits Marktrelevanz entwickelt haben. Gleichzeitig sorgt die stetig steigende Zahl der Zertifikate und Prüfsiegel für zunehmende Verwirrung bei den Unternehmen oder geht sogar - wie im Falle des staatlich verordneten Energieausweises - am tatsächlichen Informationsbedürfnis der Endkunden vorbei. Doch was kann Zertifizierung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft tatsächlich leisten? Wo liegen die Potenziale und wo liegen möglicherweise Risiken?
