Siebte Sitzung des hessischen Asylkonvents

Flüchtlinge brauchen ein Zuhause

 

Bei den Beratungen des siebten hessischen Asylkonvents stand das Thema Wohnen im Mittelpunkt. „Viele strebsame und aktive Frauen, Männer und Kinder bemühen sich nach Kräften, Teil unserer Gesellschaft zu werden. Sie brauchen auch ein Zuhause, um in unserer Gesellschaft anzukommen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

 

Wohnungsbauministerin Priska Hinz skizzierte gemeinsam mit Dr. Axel Tausendpfund, dem Leiter der Fachgruppe Wohnen und Vorstand des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft, die Situation auf dem hessischen Wohnungsmarkt. „Insgesamt haben wir die Mittel für den sozialen Wohnungsbau kräftig aufgestockt und bis 2019 1,2 Milliarden Euro dafür bereitgestellt. Zudem haben wir in diesem Jahr erneut für vier Millionen Euro Belegungsrechte erworben, um Sozialwohnungen, die aus der Bindung fallen würden, zu erhalten. Wir möchten keine reinen ‚Flüchtlingswohnungen‘, sondern eine Integration in den sozialen Wohnungsbau“, sagte die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz.

Vorgestellt wurde im Rahmen des Asylkonvents das Konzept der Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB), das Flüchtlinge bei der Wohnungssuche und -einrichtung unterstützt und mit dem Zukunftspreis der Deutschen Wohnungswirtschaft ausgezeichnet wurde. Mit dem Konzept der HWB stellen sich die Vermieter auf die neue Gruppe Wohnungssuchender und Mieter ein. Sie werden in Themenbereichen wie soziales Engagement, interkulturelle Kompetenz oder im Verwenden „leichter Sprache“ in Dokumenten oder Beratungsgesprächen geschult. Darüber hinaus unterstützt die HWB die neuen Mieter während des gesamten Mietverhältnisses durch persönliche Ansprachen. „Mit dem Projekt soll sichergestellt werden, dass Flüchtlinge sich in ihrer neuen Wohnung und neuem Wohnumfeld gut einleben. Denn dann ist eine Basis geschaffen, dass auch Haus- und Quartiergemeinschaften die neuen Mieter akzeptieren, integrieren und ein langfristiges, für alle Seiten zufriedenstellendes Mietverhältnis entsteht“, sagte Hinz.

„Die Integration von Flüchtlingen ist eine zentrale Aufgabe, der sich die hessische Wohnungswirtschaft stellt. Um die Herausforderung zu meistern, arbeiten unsere Wohnungsunternehmen mit Kommunen, sozialen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen eng zusammen. Anerkannte Flüchtlinge müssen in den regulären Wohnungsmarkt und in unsere Gesellschaft integriert werden. Das gelingt in gemischten Quartieren mit aktiven Nachbarschaften besser als in Flüchtlingsunterkünften auf der grünen Wiese. Hier leisten Wohnungsunternehmen einen wichtigen Beitrag“, ergänzte Fachgruppenleiter Dr. Axel Tausendpfund.

 

vollständige Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei